Kirchenglocken

 Omnipräsent und doch unbekannt



Glocken sind Gegenstände der Musik, der Kunst- und Kulturgeschichte, der Religion, der Volkskunde, der Technik und des Handwerks. Glocken waren und sind auch immer wieder Grund für Streit, Anfeindung und Diebstahl. Wie kaum ein anderes Objekt hat die Glocke die abendländische Kultur seit über tausend Jahren geprägt. Glocken widerspiegeln die kulturelle, geografische und geschichtliche Vielfalt des Engadins und des Münstertals. Lesen Sie den ganzen Artikel im nachstehenden PDF.


Kirchenglocken
omnipräsent und unbekannt
Glocken.pdf (178.85KB)
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Die Glocken der Glockengiesserei Theus in Felsberg (1817 - 1901)

In der von Franz Theus im Jahre 1817 in Betrieb genommenen Glockengiesserei wurden über 200 hergestellt. Das stolzeste Werk der Glockengiesserei Theus war wohl das 1898 für die Martinskirche in Chur angefertigte Fünffach-Geläute. Es besteht aus fünf Glocken von insgesamt fast 10 Tonnen. Die grösste Glocke hat bei einem Gewicht von 4'931 Kilogramm einen Durchmesser von 1.965 Metern!


In den 22 Kirchen der reformierten Kirchgemeinde Oberengadin (Refurmo) hängen 54 Kirchenglocken; 20 dieser Glocken wurde bei Theus Felsberg gegossen.

 

Das untenstehende Dokument 'Verzeichnis der Glocken aus der Giesserei Theus in Felsberg bei Chur' aus dem Jahr 1899 listet 212 bei Theus in den Jahren 1818 - 1899 gegossene Glocken auf.



 

Theus Glockenverzeichnis
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Giesserei Theus _ Verzeichnis der Glocken 1899.pdf (1.83MB)
Theus Glockenverzeichnis
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Giesserei Theus _ Verzeichnis der Glocken 1899.pdf (1.83MB)



 





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Der Glockenaufzug vom Herbst 1954 in San Luzi Zuoz

Die nachstehenden Fotos zeigen den Glockenaufzug vom Herbst 1954 in San Luzi Zuoz. Bei der am Boden stehenden Glocke handlet es sich wohl um die alte Glocke von 1798 (Hans Batz in "Die Kirchen und Kapellen des Kantons Graubünden" Band I, Seite 83). Die Fotos wurden mir in verdankenswerterweise von Rita Clalüna-Schellenberg, Samedan zur Verfügung gestellt. Frau Clalüna war am Glockenaufzug im Jahre 1954 selber mit dabei!




 Die Glocken der reformierten Dorfkirche Samedan

Die vier Glocken der reformierten Dorfkirche Samedan erklingen in der (eher ungewöhnlichen) Tonfolge d', e', fis' und cis''. Die grösste Glocke stammt von Theus Felsberg (1876), die beiden mittleren Glocken wurden 1791 bei Soletti in Brescia gegossen und die kleinste Glocke mit dem Gussjahr 1491 stammt wohl ursprünglich aus der Kirche San Peter Samedan. Im nachstehenden Dokument 'Glockeninventar der evangelisch-reformierten Dorfkriche Samedan' (Verfasser: Hans Jürg Gnehm, Glockenexperte, Affeltrangen - Juni 2022) findet sich eine detaillierte Beschreibung der Glocken.

 


Glockeninventar Dorfkirche Samedan
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Glockeninventar Dorfkirche Samedan 2022_1.pdf (1.94MB)
Glockeninventar Dorfkirche Samedan
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Glockeninventar Dorfkirche Samedan 2022_1.pdf (1.94MB)









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Die Glocke der (abegangenen) Kapelle San Bastiaun Samedan

Die Glocke der 1914 abgerissenen Kapelle San Bastiaun (Samedan) lagerte über Jahrzehnte in der Sakristei der Kirche San Petere Samedan (oberhalb des Dorfes beim Friedhof). Seit 2017 hängt die Glocke im refomrierten Kirchgemeindesaal Samedan. Im nachstehenden Dokument 'Glockeninventar der abgegangenen evangelisch-reformierten Kapelle San Bastiaun' (Verfasser: Hans Jürg Gnehm, Glockenexperte, Affeltrangen - Juni 2022) findet sich eine detaillierte Beschreibung der Glocke.




Glockeninventar San Bastiaun Samedan
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Glockeninventar San Bastiaun Samedan 2022.pdf (366.33KB)
Glockeninventar San Bastiaun Samedan
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Glockeninventar San Bastiaun Samedan 2022.pdf (366.33KB)

 








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Die Glocken der reformierten Kirche San Giachem in Bever


Die drei Glocken von Bever erklingen in einem F-Dur Dreiklang. Die Glocken stammen aus dem Jahr 1886 und wurden von Theus in Felsberg gegossen. Eine detaillierte Beschreibung der Glocken findet sich im nachstehenden Dokument 'Glockeninventar der evangelisch-reformierten Kirche Bever' (Verfasser: Hans Jürg Gnehm, Glockenexperte, Affeltrangen - Juni 2022).


Glockeninventar Bever
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Glockeninventar Bever .pdf (955.98KB)
Glockeninventar Bever
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Glockeninventar Bever .pdf (955.98KB)